Windräder: Stromgewinnung durch erneuerbare Energiequellen

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Luft besteht aus verschiedenen Komponenten, diese werden durch ein Ungleichgewicht in Bewegung versetzt und somit entsteht Wind. Obwohl in der Natur stets nach Gleichgewicht gestrebt wird, kann dies doch nie erreicht werden, da beispielsweise die Sonneneinstrahlung nie gleichmäßig auf die Erde trifft. Um dieses Ungleichgewicht auszugleichen, entstehen Luftdruckdifferenzen, ein Prozess, der ständig vor sich geht und niemals endet. Dadurch erklärt sich die Tatsache, dass es überall auf der Welt Winde gibt und diese genutzt werden können. Anders als bei der Energiegewinnung durch Sonneneinstrahlung ist der Windenergiegewinnung keinerlei Grenzen gesetzt, es kann Tag und Nacht produziert werden.

Energiepolitisch sind Windkraftanlagen ein positiver Einsatz zur Begrenzung der globalen Erwärmung. Sie haben eine sehr gute CO² Bilanz, denn während des Betriebes erzeugen sie keinerlei Schadstoffe. Allein die Herstellung eines Windrades und der Bau einer Windkraftanlage belastet die Umwelt. Seit Juli 2011 wurden die Auflagen zur Errichtung von Windrädern gelockert, sodass in Zukunft mehr Anlagen gebaut werden können. Auch eine durchdachte Entwicklungsarbeit in Sachen erneuerbare Energien wird so schneller auf den Weg gebracht. Bei den Windkraftanlagen wird hauptsächlich versucht, die Effizienz der einzelnen Komponenten zu optimieren. Die Energiegewinnung durch Windkraft hat aber auch Nachteile: Wind ist unberechenbar. Es lässt sich nicht genau vorhersagen, wie viel Windstärke an einem bestimmten Tag auf eine Windanlage trifft. Die effizientesten Windparks befinden sich meist weit vom Verbraucher, der Transportweg ist also sehr lang. In der Nähe von Großstädten ist keine optimale Windenergiegewinnung möglich, obwohl sie gerade dort gebraucht wird. Die allerneusten Forschungen gehen dahin, dass die durch den Wind erzeugte Energie gespeichert und effizient transportiert werden kann. Gute Ergebnisse wurden schon durch sogenannte Pumpwasserkraftwerke erzielt, allerdings können diese nur in bergigem Gelände benutzt werden. Auch Hybridkraftwerke, die ebenfalls auf dem flachen Land errichtet werden können, sind in der Versuchsphase.

Um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels einigermaßen in den Griff bekommen zu können, haben sich internationale Wissenschaftsforen darauf geeinigt, dass bis spätestens 2050 eine Minderung der CO²-Emissionen von 80 % notwendig ist. Wenn auch auf die umstrittene Kernenergie verzichtet werden soll, dann müssen regenerative Energiequellen wie der Wind ein größtmögliches Maß an Aufmerksamkeit bekommen. Auch der einzelne Verbraucher kann seinen Beitrag zur Verbesserung des Klimas und der allgemeinen CO²-Belastung geben. Jeder Stromlieferant muss angeben, wie viel der gelieferten Energie aus konventionellen Kraftwerken und wie viel aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Wenn vermehrt solche Anbieter bevorzugt werden, die einen hohen Anteil an Wind- oder Sonnenenergie beisteuern, dann können Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke bald der Vergangenheit angehören.

© Marina Lohrbach – Fotolia.com

Dieser Artikel wurde von Falk Swirczek verfasst

Falk Swirczek ist Berater für die Finanzierung von Großprojekten im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien in einer großen deutschen Bank. Besonders liegen ihm die Möglichkeiten der Nutzung von Windkraftanlangen am Herzen - und dies sowohl im kleinen als auch im großen Stil.

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