Windkraftanlagen: Stromerzeugung der Zukunft

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Solarenergie, Bioenergie, Windenergie: Dies sind alles Schlagwörter, die in der heutigen Zeit, da die Energiepreise stetig steigen, vielfach in den Medien zu lesen sind. Diese Arten der Energiegewinnung gehören zu den erneuerbaren Energien, besonders bei Sonne und Wind steht ein gravierender Vorteil im Blickpunkt: Die Ressourcen sind nahezu unbegrenzt vorhanden. Eine Windkraftanlage kann am effizientesten arbeiten, wenn sie sich auf einer freien Fläche befindet. Hier ist die ertragreichste aller Gebiete die deutsche Nordseeküste. Sogenannte Offshoreanlagen liegen in einiger Entfernung zur Küste, eine Faustregel besagt, dass je weiter die Windanlage vom Verbraucher entfernt ist, umso größer muss die Energieproduktion sein. Also sind Windanlagen, die offshore betrieben werden, von größerem Umfang als solche im Landesinneren.

Wer sich als Hausbesitzer ein Windrad als Energielieferanten in den Garten stellen möchte, kann dies tun. Dafür ist lediglich eine Baugenehmigung nötig. Erst wenn sich drei oder mehr Windräder im direkten Einwirkungsbereich zueinander befinden, dann wird von einer Windanlage oder einem Windpark gesprochen, hierzu sind besondere Genehmigungen nach dem Bundesemissionsgesetz einzuholen. Dieses Gesetz hat in den vergangenen Jahren etliche Neubauten von Windanlagen verhindert, da oftmals die strengen Auflagen nicht zu erfüllen waren. Seit Juli 2011 wurden diese gelockert, sodass in Zukunft mit einem größeren Anteil an Windkraft bei den erneuerbaren Energien gerechnet werden kann.

Bei mehreren Windrädern muss für die größtmögliche Effizienz der Anlage ein Mindestabstand der einzelnen Windräder eingehalten werden. Sonst kann es passieren, dass die Räder sich gegenseitig behindern, sich also “im Wind stehen”. Generell wird etwa das Dreifache des Rotorendurchmessers als Mindestabstand empfohlen. Allerdings spielen auch noch die Windrichtung, die Windstärke und die Größe der gesamten Anlage eine entscheidende Rolle. Eine 100%ige Nichtbehinderung der Windräder zueinander ist erst ab einem Abstand des 15fachen Rotorendurchmessers gegeben. Auch ist eine Anlage nie so leistungsstark wie die Summe ihrer einzelnen Komponenten. Im Folgeschluss werden viele Anlagen nicht optimal genutzt.

Ein weiterer Vorteil der Energiegewinnung durch Windenergieanlagen ist die gute CO²-Bilanz. In Betrieb erzeugt ein Windpark keinerlei Emissionen, allerdings wird beim Bau der Windräder CO² produziert. Um eine aussagekräftige Bilanz vorweisen zu können, muss eine gesamte Anlage, vom Bau, über die Herstellung aller notwendigen Komponenten, bis hin zur Stilllegung erstellt werden. Hier wird aber ganz klar deutlich, dass diese Form der Energiegewinnung bei Weitem die beste CO²-Bilanz von allen herkömmlichen und erneuerbaren Energiegewinnungsformen aufweisen kann. Da in Zukunft immer mehr Energie benötigt werden wird und die herkömmlichen Energielieferanten wie Erdgas und Öl nur noch begrenzt vorhanden sein dürften, stellen die unerschöpflichen Quellen von Sonne und Wind ein überlebenswichtiges Potenzial dar.

© Roland Hulin – Fotolia.com

Dieser Artikel wurde von Marie Bredemann verfasst

Als Tochter eines Bauunternehmers hatte sie schon früh Einblick in die Planung und Umsetzung von Hausbauprojekten. Die Firma ihres Vaters versucht seit einigen Jahren für Privathäuser und für Gemeindeprojekte immer eine besonders umweltschonende und günstige Nutzung von Energien zu ermöglichen. Mit diesem Hintergrund und als großer Fan des Wissenschaftlers Michael Braungart nutzt sie jede freie Minute, um über die Vorteile der erneuerbaren Energien zu schreiben.

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