Heizkosten bestreiten mit einem Anteil von etwa 80 Prozent den größten Teil der Nebenkosten für ein Haus. Angesichts der aktuellen Entwicklungen – die Winter der letzten beiden Jahre waren jeweils ungewöhnlich kalt und schneereich, der Rohölpreis steigt kontinuierlich seit Jahren – wird der Anteil der Heizkosten an den Gesamtkosten noch weiter steigen. Eigenheimbesitzer, die aufgrund der niedrigen Preise Mitte der 1990er-Jahre auf Heizöl umgestellt haben, können die rasante Preisentwicklung nur bestätigen: Kosteten 1.000 Liter Öl im Jahre 1994 nur etwa 150 Euro, so sind es Anfang des Jahres 2011 schon 800 Euro gewesen. Doch mit 1.000 Litern kommt eine vierköpfige Familie im Regelfall nicht über den Winter: Mindestens das Doppelte, etwa 2.000 Liter, sind vonnöten.
Angesichts dieser Preise sind viele Familien zum Sparen gezwungen. Große Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch eine gute Dämmung der Wände. Mindestens 40 Prozent der Wärme verpuffen nutzlos durch ungedämmte bzw. schlecht gedämmte Hauswände. Das ist bares Geld, das im Wortsinn einfach so zum Fenster hinausgeworfen wird. Viele Hausbesitzer scheuen zunächst die teure Investition in eine gute Wanddämmung, übersehen jedoch, dass sich diese Kosten in aller Regel innerhalb von 2 bis 3 Jahren amortisieren. Das bedeutet, dass man die Kostenersparnis durch gesunkene Heizkosten bereits nach zwei Jahren spürt.
Effektiv wirkt eine Wanddämmung jedoch erst, wenn sie fachkundig ausgeführt wird. Dabei gibt es viele Fallen zu umgehen und vieles zu beachten: Der Rat und die Hilfe eines Fachmannes sind vonnöten. Durch eine unsachgemäße und falsche Dämmung kann das Raumklima negativ beeinflusst werden, Schimmelpilze können sich bilden und manchmal spart man – etwa durch die Verwendung ungeeigneten Materials – auch keine Heizkosten ein, weil die falsche Dämmung schlicht wirkungslos bleibt. Es gibt verschiedene Methoden: Eine Innendämmung ist zwar weniger aufwendig und nicht so teuer wie eine Außendämmung, aber dafür auch weniger effektiv. Zudem verkleinert sie den vorhandenen Wohnraum. In der Regel empfiehlt sie sich nur bei denkmalgeschützten Häusern, an deren Fassade nichts verändert werden darf. Für eine Außendämmung stehen zahlreiche verschiedene Materialien zur Verfügung. Für ein gesundes Raumklima und eine bessere Umweltverträglichkeit empfehlen sich Dämmstoffe aus ökologischen Materialien, etwa aus Sisal, Wolle, Flachs o. Ä.
