Solarthermie macht sich die natürliche Sonneneinstrahlung auf der Erde zunutze: Sonnenkollektoren sammeln die einfallende elektromagnetische Strahlung der Sonne und nutzen deren Potenzial zur Erwärmung von Wasser. Seit bereits 2000 Jahren wird diese regenerative Energieform genutzt. Mit Hilfe von Hohlspiegeln wurde beispielsweise in der Antike Sonnenlicht zur Entzündung von Holz gebündelt. Im 19. Jahrhundert erhielt die erste Solaranlage zur Warmwassergewinnung ein Patent. Etwa 60 % der häuslichen Trinkwassererwärmung können über eine effektive Umwandlung von Sonnenenergie erfolgen.
Zum Aufbau einer privaten Solarthermie-Anlage müssen Sonnenkollektoren auf dem Gebäude installiert werden. Hier stehen neben Flach-Kollektoren auch Vakuumröhren-Kollektoren und Parabolinnen-Kollektoren zur Auswahl. Zuvor sollten Statik und Tragfähigkeit des Daches überprüft werden. Mit grundlegenden handwerklichen Kenntnissen kann die Installation der Kollektoren privat erfolgen. Entscheidend ist es, einen Abstand von mindestens 6 cm zwischen Dach und Kollektor zu belassen. Parallel erfolgt die Montage der zugehörigen Warmwasserspeicher. Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme eines geschlossenen Wasserkreislaufs kann die Solaranlage an das Heizsystem des Hauses angeschlossen werden. Um den Energieverlust minimal zu halten, empfiehlt es sich, bei der Installation Kupferrohre zu verwenden.
Neu installierte, private Solaranlagen werden vom Staat finanziell gefördert. Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite des „Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“ (BAFA).
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