Unter solarthermischer Energie wird die Umwandlung von Sonnenenergie in thermische Energie verstanden. Die Idee die Sonne als Energielieferanten zu nutzen ist keine Erfindung, welche in den letzten Jahrzehnten gemacht wurde. Schon lange wird die Sonnenstrahlung passiv genutzt, um Wärme oder Energie zu erhalten. In Deutschland liefert die Sonne nachweislich 950–1200 Kilowattstunden pro Quadratmeter jährlich. Das entspricht ungefähr dem Energiebedarf eines Ein-Personen-Haushaltes im Jahr.
Um die Sonnenstrahlen solarthermisch nutzen zu können, werden Sonnenkollektoren benötigt. Dabei wird zwischen Kollektoren mit und ohne Konzentration der Sonnenstrahlung unterschieden. Die Umwandlung von Sonnenenergie in thermische Energie wird im privaten Bereich vor allem zu Heiz- und Klimatisierungszwecken genutzt. So ist es zum Beispiel möglich, den Gesamtenergieaufwand einer dreiköpfigen Familie für das Erwärmen von Trinkwasser zu 60 % aus solarthermischer Energie zu speisen.
Die Anschaffung einer Solaranlage für den privaten Gebrauch ist noch recht teuer, wird aber unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat gefördert. Mit bis zu 120 Euro pro Quadratmeter Kollektorenfläche wird die Installation von Sonnenkollektoren für den Privatgebrauch unterstützt (Diese Regelung ist bis zum 31.12.2011 gültig).
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